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Ihr Testament ... und der Anwalt

Testamentsvollstreckung kann von jedermann geschäftsmäßig betrieben werden. Anders als der normale Mann oder die normale Frau von der Straße müssen Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung haben. Das heißt, falls Fehler passieren in der Bearbeitung der Fälle, tritt diese Versicherung in Kraft, so dass diejenigen, die davon betroffen sind, keinen Schaden erleiden. Weiterhin sind die vorbezeichneten Berufsgruppen zur Verschwiegenheit verpflichtet. Wenn Anwälte über ihre Fälle „plaudern“, können sie ihren Beruf verlieren. Dieses Risiko wird niemand eingehen. Nur durch die zur Verschwiegenheit verpflichteten Personen ist eine solcher Dienst auf Dauer seriös zu erbringen. ...mehr

Aktuelles / Wissenswertes

Am 09.12.2009 hat der Bundesfinanzhof festgesetzt, dass Kosten einer Erbauseinandersetzung im Sinne von § 10 V Nummer 3 ErbStG steuerlich geltend gemacht werden können. Es gehören dazu auch Sachverständigenkosten, die für die Bewertung eines im Nachlass befindlichen Grundstückes aufgewandt wurden.

Der BFH stellte hingegen fest, dass alle Kosten als Nachlassverbindlichkeiten abzugsfähig seien , die dem Erwerber unmittelbar im Zusammenhang mit der Abwicklung, Regulierung oder Verteilung des Nachlasses entstehen. Insoweit gehörten zu solchen Kosten eben zum Beispiel auch Aufwendungen für die Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft, damit die Verteilung der Nachlassgegenstände unter den Miterben geregelt werden kann.

Als solche Kosten seien damit ebenso Aufwendungen anzusetzen, die zur Vorbereitung einer solchen Erbauseinandersetzung dienen. Dies sei unabhängig davon, ob die Erbengemeinschaft aufgrund gesetzlicher Erbfolge oder der Einsetzung mehrerer Erben durch den Erblasser entstanden ist und auf welche erbrechtlichen Gestaltungsmittel der Erblasser in seiner letztwilligen Verfügung zurückgegriffen hat. Das Gesetz differenziere hier nicht ausdrücklich.

Die Bundesregierung will nach der Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 29.5.2009 die nichtehelichen Kinder, die vor dem 1.7.1949 geboren wurden. den ehelichen gleichstellen. Bisher galt diese Gleichstellung nur für solche nichtehelichen Kinder, die nach dem 1.7.1949 geboren wurden. Nach dem geplanten Gesetz, das rückwirkend zum 29.5.2009 in Kraft treten soll, sind davon allerdings nur Erbfälle erfasst, die nach diesem Datum entstanden sind. Dies sei ein «guter Kompromiss zwischen den verfassungsrechtlich geschützten Rechtspositionen der bisherigen Erben und den berechtigten Interessen der nichtehelichen Kinder», meint die Justizministerin.

Am 02.06.2010 hat sich der Bundesgerichtshof mit einer Frage von Sterbehilfe zu beschäftigen. Eine Frau war 2002 in ein Koma gefallen. Sie hatte wenige Wochen zuvor ihrer Tochter mitgeteilt, dass sie keine Beatmung oder künstliche Ernährung wolle, falls sie das Bewusstsein verlieren und pflegebedürftig werden sollte. Das Pflegeheim hatte sich aber geweigert, die künstliche Ernährung durch eine Magensonde zu beenden.

Ein Rechtsanwalt hatte der Tochter geraten, den Schlauch der Magensonde einfach durchzuschneiden. Das Landgericht Fulda hatte den Rechtsanwalt im April 2009 daraufhin wegen versuchten Totschlags zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt. Die Tochter wurde hingegen freigesprochen.

Die Verteidigung und die Bundesanwaltschaft fordern nun den Freispruch für den angeklagten Rechtsanwalt.

Durch einen neuen Rentenerlass vom 10.3.2010 (IV C 3-S 2221/09/10004) hat das Bundesfinanzministerium die Verwaltungsanweisungen zur einkommensteuerlichen Behandlung von wiederkehrenden Leistungen im Zusammenhang mit einer Vermögensübertragung neu gefasst und der neuen Rechtslage seit dem 1.1.2009 angepasst.

In Bezug auf die Ertragssteuer war die Übertragung bisher generell als unentgeltlicher Vorgang angesehen worden, wobei die Versorgungsleistungen des Übernehmers als Sonderausgaben abgesetzt werden konnten.

Dies ist jetzt nur noch möglich bei

  • - Übertragung eines Mitunternehmeranteils an einer Personengesellschaft, die eine Tätigkeit im Sinne der §§ 13, 15 Abs. 1 Nr.1 oder 18 Abs. 1 Einkommensteuergesetz ausübt
  • - bei Übertragung eines eigenen Betriebs oder Teilbetriebs
  • - bei Übertragung von mindestens 50 % eines GmbH-Anteils, bei der der Übergebende als Geschäftsführer fungierte und der Übernehmende diese Funktion als Geschftsführer übernimmt.

 

Zu uns kommen und Steuern sparen ...

Eine von uns betreute Testamentsvollstreckung kann zu einer erheblichen Steuerersparnis führen. Der Testamentsvollstrecker ist zur Abgabe einer Erbschaftssteuererklärung verpflichtet.

Wir helfen die Steuerbelastung der Erben zu minimieren, indem wir entweder selbst steuerliche Fragen klären oder uns mit Steuerberatern oder Wirtschaftsprüfern abstimmen, mit dem wir seit vielen Jahren vertrauensvoll in einem Netzwerk zusammen arbeiten.


Anwalt Testamentsvollstreckung Hamburg Wandsbek

Testamentsvollstrecker?

Der Grund für die Ernennung eines Testamentsvollstreckers kann vielfältig sein. Insbesondere ist hier zu nennen, dass der Wille des Erblassers abgesichert werden kann. Vor allem, wenn mehrere Erben vorhanden sind, kann eine ordnungsgemäße Abwicklung des Nachlasses erreicht werden. Der Erblasser kann auch eine „Zerschlagung“ des Nachlasses langfristig verhindern, vor allem wenn mehrere Vermächtnisnehmer vorhanden sind.

Erbrecht, Erblasser, Benennung Anwalt

Benennung ...

In den meisten Fällen wird der Testamentsvollstrecker bereits vom Erblasser in seinem Testament oder im Erbvertrag benannt. Er kann allerdings auch von einen vom Erblasser bestimmten Dritten ernannt werden, oder vom Nachlassgericht. Voraussetzung dafür ist ein entsprechendes Ersuchen im Testament des Erblassers.